fbpx

Barfußgehen – Hype oder wichtig?

Veröffentlicht von m.lederer am

Heute widme ich mich mal wieder dem Thema Barfußgehen. Wer mich noch nicht im Coaching über das Thema reden gehört hat, der sollte diesen Blogbeitrag unbedingt lesen, denn das Barfußgehen bzw. die Fußgesundheit ist eine wichtige Säule für einen optimalen Körperzustand.

Klar, Barfußgehen war früher normal. In Zeiten, in denen es noch keine Schuhe gab. Hierzu ein knapper Satz, über den du auf jeden Fall einmal nachdenken kannst: Je mehr die Schuhe technisch weiterentwickelt wurden, desto schlechter wurde der Zustand unserer Füße. Je gepolsterter der Schuh ist, desto weniger müssen die Füße arbeiten. Ein gesunder Gang mit richtiger Technik wird gefühlt auch unnötig, da wir die Stöße, die das Knie ohne Polsterung und mit falscher Technik erleidet, schlichtweg nicht mehr spüren.

Die heutigen modernen Schuhe müssen schmal sein. Vor allem Frauen leiden an deformierten Zehen und ungünstiger Zehenposition, da die Schuhe sie in ebendiese Position gedrückt haben. Ein oft zu sehendes Merkmal ist ein nach innen gebogener Großzeh. Hallux Valgus heißt diese Deformation in der Fachsprache. Das führt zum nächsten Problem: die Zehen sind eingeklemmt, können nicht mehr abgespreizt werden und so keine ausreichende Stützfunktion mehr erwirken. Der menschliche Körper ist sehr anpassungsfähig und wir können die fehlende Stützhilfe durch den Zeh koordinativ ausgleichen. Ein Defizit hier macht sich dann erst wieder im Alter bemerkbar, wenn Koordination und Gleichgewicht nachlassen. Hier ein Grund dafür, warum ältere Menschen häufiger stürzen. Beim gesunden Gang werden bei jedem Schritt vor dem Aufsetzen die Zehen gespreizt und dann die Großzehe aktiv belastet.

Gehen wir einmal tiefer in die Folgeprobleme der modernen Schuhe: die Fußmuskulatur lässt nach, wir gleichen über das Sprunggelenk aus. Das Sprunggelenk an sich konnte sich aber nicht in der Zeit an die neue Belastung gewöhnen und sich mitentwickeln, deshalb ist es mit dieser permanenten aufgezwungenen Dauerbelastung überfordert. Es ist auch oftmals zu schwach, die auftretende Belastung adäquat zu stützen und wir knicken beim Schritt nach innen ab. Hiervon kommt der Begriff „Knickfuß“.

Weiter also in unserer Kausalitätskette. Wir haben bislang zu schwache Füße und ein leidendes Sprunggelenk.

Aufgrund der oben benannten High-Tech-Schuhe und einem sehr schnellen Alltag – darauf komme ich gleich noch einmal – werden dann zunächst die Knie in Mitleidenschaft gezogen. Wir machen zu große Schritte. Wir wollen ja schließlich zeiteffizient zum nächsten Termin, in die Arbeit oder von der Arbeit weg zum Auto kommen. Zwangsläufig hämmern wir nun unsere Ferse auf den Boden. Der Stoß geht nun von der Ferse – die anders als die Fußsohle – an der Spitze (dort, wo wir aufsetzen, wenn wir zu große Schritte machen) durch das Sprunggelenk, kommt am Knie an und erschüttert dieses. Durch die hochtechnisierten Schuhe merken wir vielleicht nicht einmal den Stoß. Und das ist der „Hasentod“ in dem Fall. Denn der Stoß ist trotzdem da und belastet unser Knie. An jedem Tag. Bei jedem Schritt, den wir falsch machen.

Ebendieser Stoß hört auch nicht am Knie auf. Nein, als nächstes wandert er in die Hüfte und belastet dort bei sehr starken Stößen weiter oben sogar noch die Wirbelsäule. Das kannst du testen. Stampfe einfach einmal richtig mit der Ferse auf den Boden. Du wirst den Stoß noch im Kopf spüren.

Und wenn ich noch schon einmal beim Thema Rücken angekommen bin, so kann ich dir noch schnell mit auf den Weg geben, dass bei Schuhen, die eine erhöhte Ferse („Fersensprengung“) haben – und das sind die meisten heutzutage – eine Störung in unserer Statik stattfindet. Würden wir ganz gerade, wie versteinert, stehen und uns würde jemand die Fersen um drei Zentimeter erhöhen, so würden wir immens schief stehen. Doch da wir natürlich nicht schief stehen wollen, machen wir den Rücken noch etwas runder und gehen ins Hohlkreuz, um nun gerade zu stehen. Und dass ein Hohlkreuz nicht gut ist, das ist ja nichts Neues! 🙂

Fazit zu den negativen Aspekten der hochtechnisierten Schuhe und dem immer schneller werdenden Alltag also bis hierhin: Wir lassen unsere Füße degenerieren, weil wir schön aussehen und modern sein wollen. Das macht unser Sprunggelenk, unsere Knie und unsere Hüfte, sowie den Rücken kaputt.

Doch was kannst du dagegen tun? Du kannst ja schließlich nicht barfuß mit Anzug und Krawatte im Büro auftauchen, oder? Nein. Klar, richtiges Barfußgehen wäre die gesündeste Wahl und du solltest das auch so oft wie möglich praktizieren. Zumindest zu Hause. Wirf deine Hausschuhe weg. Sie sind unnötig. Wenn du nicht darauf verzichten magst, etwas an den Füßen zu haben, so sollten Socken reichen – Socken, die nicht deine Zehenfreiheit einschränken. Wenn es unbedingt Schuhe sein müssen, so kaufe dir wie beispielsweise von Leguano „Sockenschuhe“. Sie sehen aus wie ein etwas dickerer Socken und hat eine gummierte Sohle. Das wäre eine Alternative.

Und auch für den Alltag gibt es mittlerweile sehr schöne Barfußschuhe verschiedener Hersteller für jede Situation. Ob für Sport, Freizeit oder Arbeit. Man kann das richtige Modell finden. Barfußschuhe sind vorne an den Zehen immer etwas breiter. Der Fuß muss ja arbeiten können. Und an den neuen Look kann man sich schnell gewöhnen, wenn man sich vor Augen hält, wie vielen gesundheitlichen Problemen dieser vorbeugt. Ich empfehle von Herzen immer die Marke Vivobarefoot. Ich trage sie selbst.

Schau doch mal auf www.vivobarefoot.de vorbei und spare sogar noch 10% mit dem Code XVIC-MLFU-10. Auf deren Internetseite kannst du noch weitere Fakten rund ums Barfußgehen nachlesen.

Doch Vorsicht: Einfach rein in die Barfußschuhe und losmarschieren ist eine schlechte Idee. Du läufst ja schließlich nicht erst seit gestern falsch und hast ein minimales Fußproblem, das schnell wieder behoben ist, oder? Du solltest in der ersten Woche wenige Stunden am Tag mit bewusstem und aktivem Barfußgehen verbringen. Benutze die Zehen zum Laufen. Mache kleinere Schritt über die Ferse, sodass du dein Gewicht auf die weich gepolsterte Fersenfläche stellst und nicht auf die Kante hämmerst.

Am Anfang ist Barfußgehen richtig Arbeit und es kann auch sein, dass du Muskelkater davon bekommst. Vielleicht auch mal einen Krampf – klar, die Muskeln sind zu Beginn völlig mit der neuen Arbeit überfordert.

Es gibt unzählige Videos und Anleitungen zum richtigen Gehen und auch Barfußlaufen im Internet und auf YouTube. Wie wir wissen, sind dort aber auch viele Flachzangen 😉 unterwegs, deshalb empfehle ich euch hier von Herzen die zwei YouTuber „Flex & Strong“, diese haben sich in vielen Videos ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt.

Auch könnt ihr in einem persönlichen 90-Minuten-Coaching mit mir alles lernen, worauf es ankommt. Wir können deinen Gang und deine Füße analysieren und sehen, was dein individuelles Problem ist. Lass dich zumindest einmal durchchecken, das ist wichtig! Denn du kennst deinen Gang nur, wie er ist. Und wenn du es nicht anders kennst, kannst du auch nicht erkennen, ob du ein Problem hast, das dich vielleicht in 10 oder 20 Jahren zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen bringen könnte.

Das ist meine Empfehlung für dich.

Ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht, meinen Blogbeitrag zu lesen und du bleibst dabei!

Stay motivated! Dein Marcel…