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Körperliche Arbeit – kein Training nötig?

Veröffentlicht von m.lederer am

Heute widme ich mich einem Thema, von dem sicher viele schon gehört haben werden.

Kennst du die Aussage: „Ich arbeite als… , da spare ich mir das Fitnessstudio.“?

Hier in diesem Blogbeitrag werde ich diese Aussage beleuchten und hinterfragen. Klar ist schon einmal, dass man als „Büromensch“ viel Kompensationsarbeit leisten muss. Das hinterfragt sicherlich auch keiner. Man sitzt den ganzen Tag, bewegt sich nicht, kommt nicht an die Luft. Die Muskeln werden nicht benutzt, man muss sie vor dem energetisch für den Körper sinnvollen Abbau bewahren. Dass da Arbeit getan werden muss, ist klar.

Doch jetzt kommen wir mal zum anderen Extrem. Jemand, der den ganzen Tag draußen beispielsweise an einer Baustelle arbeitet, braucht demnach also nicht trainieren?

Ich glaube, sich allein die Frage zu stellen, zeigt den meisten Menschen, dass da doch sehr wohl etwas getan werden muss. Hier muss nicht nicht trainiert werden. Nein! Hier muss anders trainiert werden.

Bei körperlichen Tätigkeiten haben wir nämlich ein ganz anderes Problem. Der Mensch als Gewohnheitstier arbeitet routiniert. Das heißt, hat der Mensch angefangen, den Balken auf der rechten Schulter zu tragen, wird er es höchstwahrscheinlich immer weiter so machen, bis die Seite, auf der der Arbeitsaufwand sonst besser funktioniert, zu erschöpft ist. Erst dann wird erfahrungsgemäß auf die andere Seite ausgewichen.

Die Folge? Dysbalancen! Und das vom Feinsten.

Kommen wir also zu den Folgen von Dysbalancen, die im Grunde JEDER körperlich anstrengende Job mit sich bringt.

  • Die Muskeln werden unterschiedlich stark
  • Das führt zu unterschiedlich mobilen Körperseiten
  • Einer falschen Körperhaltung
  • Oft zu Knie-, Rücken- und Schulterproblemen
  • Faszialen Verklebungen

Doch damit noch nicht genug! Wird im Job oft das Heben verlangt, ist sogar bei richtigem Heben langfristig eine Dysbalance sicher. Warum? Die restliche Körpermitte ist zu schwach, der Bauch kann nicht kompensieren. Folge daraus ist ein Hohlkreuz – und wieder sind wir bei Punkt 4, den Rückenproblemen, angelangt. Diese Art der einseitigen Belastung der der damit verbundenen Dysbalancen lassen sich natürlich auch auf Brustmuskeln und oberen Rücken, sowie Nackenprobleme, oder Verkürzungen und Schwachheit der rückseitigen Beinmuskulatur übertragen – hier wären die Folgen dann Knie- oder Hüftprobleme.

Hier könnte man immer Weiteren noch viele weitere Folgen von körperlicher Belastung im Job aufzählen, doch die Message ist klar, oder?

Mach dir nicht vor, du brauchst KEIN Training, denn das kann dazu führen, dass du deinen Ruhestand mal schmerzgeplagt mit entsprechend niedriger Lebensqualität verbringen musst…

Vor(!)beugen bewahrt vor Nachsehen, versprochen!

Dein Marcel